Bohdan
Shved, geboren 1973 in Lwiw (Lemberg), Ukraine, begann sein
Musikstudium als
Flötist und Pianist an der Musikakademie seiner Heimatstadt
und sang von Jugend
an in renommierten Chören. Im Fach „Opern- und
Sinfoniedirigieren“ bei M.
Kolessa schloss er dort sein Studium mit Auszeichnung ab, bevor er
weitere
Studien als Dirigent am Mozarteum in Salzburg bei Dennis Russel-Davis
und in
Leipzig bei Christian Kluttig, ebenfalls mit Auszeichnung absolvierte
und sich
in mehreren Meisterkurse bei Zsolt Nagy, Peter Eötvös
(zeitgenössische Musik),
Sir Colin Davis, Yuri Simonov und Silvain Cambreling (Chorleitung) als
aktiver
Teilnehmer fortbildete.
Eine
besondere Neigung verspürte er schon immer zur Alten Musik,
deren
Aufführungspraxis er mit Spezialisten wie Howard Arman (u.a.
als Mitglied des
Salzburger Bachchors), Antony Spiri, Thomaskantor Joachim Rotzsch und
Wolfgang
Brunner am Mozarteum studierte.
Als
erfolgreicher Orchestererzieher wirkte er beim Passauer
Studentenorchester,
beim Akademieorchester Halle, beim Jugendsinfonieorchester
Schleswig-Holstein
(9.Sinfonie von Schostakowitsch) und bei der Christlichen Philharmonie
Augsburg
(deutsche Uraufführung von Luis Bacalovs Missa Tango).
Erste
Erfahrungen im professionellen Opernbetrieb sammelte er als Dirigent am
Opernhaus seiner Heimatstadt (Die Perlenfischer und Die heimliche Ehe),
als
Korrepetitor für eine Produktion der Süddeutschen
Kammeroper Ulm, als Leiter
eines Opernprojekts von Studenten des Mozarteum in Slovenien (Der
Apotheker),
als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung am Maintheater
Würzburg, sowie als
Souffleur am Theater Basel und an der Oper Frankfurt.
Gastdirigate
führten ihn nach Hannover (Ensemble Recherche Freiburg), Novo
Mesto, Slovenien
und Ostrava, in die Tschechische Republik (Janacek-Philharmonie), 2004
ans
Theater Görlitz (Mozarts Zauberflöte), zum Weimarer
Kulturfest (Thüringische
Jugendphilharmonie) und ans Opernhaus von Cheljabinsk, Sibirien (Nozze
di
Figaro).
Sein
besonderes Interesse gilt der Realisation eigener
gattungsübergreifender Musik-
und Kulturprojekte. Die Projekte mit dem selbstgegründeten
Vokalensemble Ars
Leonis Basel und dem Bläserensemble Ortino Musicale (2005
Monteverdi) und die
Zusammenarbeit mit dem Lwiwer Kammerorchester mit Vokal- und
Instrumentalsolisten der Schola Cantorum Basiliensis für das
szenische
Finalkonzert beim Lwower Festival für Alte Musik (2006 Mozart
und Gluck) fanden
begeisterten Zuspruch.
An
der Opéra de Lyon wirkt er seit 2005 als Assistent von
Kirill Petrenko und
Kazushi Ono für die Produktionen russischer Opern
(Tschaikowski, Prokofiev,
Schostakowitch und Stravinskiy).
Im
Mai 09` wirkte er als Co-Dirigent von Dennis Russel-Davis für
George Crumb
„Star-Child“ mit Münchener Philharmoniker.
Er
leitete das Orchester Arlesheim von 2006 bis 2009.
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